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Vertrauensarbeitszeit und Zeiterfassung – wie geht das zusammen?

Aktuell hört man viel von Vertrauensarbeitzeit. Mit dem Schlagwort assoziiert jedoch jeder etwas anderes. Alle aber verbindet die Vorstellung, dass damit eine Zeiterfassung überflüssig wird. Ist das so?

Vertrauensarbeitszeit (auch Vertrauensgleitzeit, Vertrauensarbeit oder Vertrauenszeit genannt) ist ein Modell der Arbeitsorganisation, bei dem die Erledigung vereinbarter Aufgaben im Vordergrund steht, nicht die zeitliche Präsenz des Arbeitnehmers.

- Quelle Wikipedia

So gesehen ist eine Zeiterfassung überflüssig. Trotzdem gibt es gute Gründe auch bei einer Vertrauensarbeitszeit die Arbeitszeit zu erfassen.

Verwaltung von Urlaub und Krankheitstagen:
Die Zeiterfassung kann dazu genutzt werden, um Urlaub und Krankheitstage transparent darzustellen und zu verwalten. Durch die Vertrauensarbeitszeit wird die reale Arbeitszeit überflüssig und es muss immer ein voller Arbeitstag gebucht werden. So entstehen keine Überstunden.

Vorteil:

  • Die Urlaubsverwaltung, Auswertung von Krankheitstagen usw. kann immernoch über eine komfortable Software getätigt werden, ohne wieder auf Excel Tabellen umzusteigen.

Kontrolle der Arbeitsauslastung:
Auch wenn die reale Arbeitszeit bei der Vertrauensarbeitszeit keine Rolle mehr spielt, kann es für Arbeitgeber und Arbeitnehmer interessant sein, die reale Arbeitszeit aufzuzeichnen.

Vorteil:

  • Nach einer gewissen Zeitspanne (z.B. nach einem Jahr) kann festgestellt werden, wie es sich mit der Arbeitsauslastung des Mitarbeiters verhält. Wird er ausgebeutet? Also arbeitet er immer unbezahlte Überstunden. Oder arbeitet er faktisch nur halbtags? Je nachdem welches Ergebnis erziehlt wird, kann die Arbeitsbelastung gesenkt oder gesteigert werden.

Dies sind nur zwei Beispiele für den sinnvollen Einsatz einer Zeiterfassungs-Software wie TimePunch, auch wenn eine Vertrauensarbeitszeit vereinbart wurde. Wie denken Sie darüber?

Von Gerhard Stephan am 25.11.2008 - 12:53 pm
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Info: Arbeitszeitmodelle beleuchtet

Die Zeiten an denen Arbeitnehmer von 8:00 Uhr morgens bis 17:00 Uhr abends an ihrem Platz kleben mussten, sind zum Glück weitestgehend vorbei. So sind Gleitzeit, Funktionszeit oder Vertrauensarbeitszeit keine Ausnahmen mehr. Doch was steckt hinter diesen Begriffen?

Gleitzeit:
Unter der klassischen Gleitzeit versteht man ein Arbeitszeitmodell mit einer Kernarbeitszeit, bei der eine allgemeine Anwesenheitspflicht besteht. Die Arbeitnehmer können Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit in der vorgesehenen Ein -und Ausgleitspanne selbst festlegen. Dies ist das am weitesten verbreitete Arbeitszeitmodell.

Vorteile/Nachteile für den Arbeitgeber:
+ Der Mitarbeiter ist in der Kernarbeitszeit zu 100% verfügbar.
- In der Ein -und Ausgleitspanne ist der Arbeitsplatz nicht zwingend besetzt.

Vorteile/Nachteile für den Arbeitnehmer:
+ In der Ein -und Ausgleitzeit kann der Arbeitnehmer wichtige Termine, wie z.B. Arzttermine wahrnehmen.
- Termine können nur morgens oder abends wahrgenommen werden.

Funktionszeit:
Bei der Funktionszeit legt der Betrieb fest, welche Teile des Betriebs zu welcher Uhrzeit funktionsfähig sein müssen. Beispiel: Der Kundensupport muss täglich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit min. 2 Mitarbeitern besetzt sein. Sind 4 Mitarbeiter im Kundensupport tätig, können sich diese die Zeit nach den Vorgaben einteilen.

Vorteile/Nachteile für den Arbeitgeber:
+ Sicherstellung des Betriebs, da nie alle Mitarbeiter gleichzeitig weg sind.
- Es ist nicht sichergestellt, dass ein bestimmter Mitarbeiter verfügbar ist.

Vorteile/Nachteile für den Arbeitnehmer:
+ Sehr hohe Flexibilität, da Absprachen nur innerhalb des Teams getätigt werden.
- Schlechtere Planbarkeit der Anwesenheitszeit.

Vertrauensarbeitszeit:
Bei einer Vertrauensarbeitszeit geht es nicht um die Anwesenheit im klassischen Sinn, sondern darum, dass die aufgetragene Arbeit in der vorgegebenen Zeit erledigt wird.

Vorteile/Nachteile für den Arbeitgeber:
+ Arbeitsergebnisse werden in jedem Fall in der vorgegebenen Zeit abgeliefert.
- Termine mit Arbeitnehmern müssen immer abgesprochen werden, da die Anwesenheit nicht sichergestellt werden kann.

Vorteile/Nachteile für den Arbeitnehmer:
+ Freie Zeiteinteilung.
- Eventuelle Überstunden können nicht abgerechnet werden.

Von Gerhard Stephan am 13.11.2008 - 1:46 pm
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