Info: Arbeitszeitmodelle beleuchtet
Die Zeiten an denen Arbeitnehmer von 8:00 Uhr morgens bis 17:00 Uhr abends an ihrem Platz kleben mussten, sind zum Glück weitestgehend vorbei. So sind Gleitzeit, Funktionszeit oder Vertrauensarbeitszeit keine Ausnahmen mehr. Doch was steckt hinter diesen Begriffen?
Gleitzeit:
Unter der klassischen Gleitzeit versteht man ein Arbeitszeitmodell mit einer Kernarbeitszeit, bei der eine allgemeine Anwesenheitspflicht besteht. Die Arbeitnehmer können Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit in der vorgesehenen Ein -und Ausgleitspanne selbst festlegen. Dies ist das am weitesten verbreitete Arbeitszeitmodell.
Vorteile/Nachteile für den Arbeitgeber:
+ Der Mitarbeiter ist in der Kernarbeitszeit zu 100% verfügbar.
- In der Ein -und Ausgleitspanne ist der Arbeitsplatz nicht zwingend besetzt.
Vorteile/Nachteile für den Arbeitnehmer:
+ In der Ein -und Ausgleitzeit kann der Arbeitnehmer wichtige Termine, wie z.B. Arzttermine wahrnehmen.
- Termine können nur morgens oder abends wahrgenommen werden.
Funktionszeit:
Bei der Funktionszeit legt der Betrieb fest, welche Teile des Betriebs zu welcher Uhrzeit funktionsfähig sein müssen. Beispiel: Der Kundensupport muss täglich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr mit min. 2 Mitarbeitern besetzt sein. Sind 4 Mitarbeiter im Kundensupport tätig, können sich diese die Zeit nach den Vorgaben einteilen.
Vorteile/Nachteile für den Arbeitgeber:
+ Sicherstellung des Betriebs, da nie alle Mitarbeiter gleichzeitig weg sind.
- Es ist nicht sichergestellt, dass ein bestimmter Mitarbeiter verfügbar ist.
Vorteile/Nachteile für den Arbeitnehmer:
+ Sehr hohe Flexibilität, da Absprachen nur innerhalb des Teams getätigt werden.
- Schlechtere Planbarkeit der Anwesenheitszeit.
Vertrauensarbeitszeit:
Bei einer Vertrauensarbeitszeit geht es nicht um die Anwesenheit im klassischen Sinn, sondern darum, dass die aufgetragene Arbeit in der vorgegebenen Zeit erledigt wird.
Vorteile/Nachteile für den Arbeitgeber:
+ Arbeitsergebnisse werden in jedem Fall in der vorgegebenen Zeit abgeliefert.
- Termine mit Arbeitnehmern müssen immer abgesprochen werden, da die Anwesenheit nicht sichergestellt werden kann.
Vorteile/Nachteile für den Arbeitnehmer:
+ Freie Zeiteinteilung.
- Eventuelle Überstunden können nicht abgerechnet werden.


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